台湾与大陆,我的第一印象 — Bernd

上个月我在北京学了三个礼拜中文。这是我第一次去中国,以前我去过台湾两次。两岸的政治制度不一样, 最近大陆经济发展得比台湾快 – 文化,日常生活,环境呢?

对德国人来说,环境政策是个不小的问题,让我首先讨论这方面。 在台湾的时候,在台北或台中我没遇到大的问题,虽然空气不太好,可是也不危险。在大陆呢?大家都知道北京的空气不太好。上个冬天污染那么严重,很多外国人都想回国。我听说不但空气有污染,而且河水也很脏。所以去北京的时候我有一点紧张。 幸好我在北京的时候污染的境况没有那么严重,可能是因为在五月常常有风。 我的北京朋友告诉我,环境的政策改变了,例如在北京现在大部分的摩托车是电动的。但是因为北京的车子太多,大部分的家庭用煤炉,还有很多大公司产生污染,其实污染的问题是不容易解决的。

日常生活呢?除了学中文以外我很喜欢散步,所以在台湾我每天走路半个小时到我的学校。(我的老师问我,你走半小时吗?那么久!太麻烦啦) 在台中走路不太方便,没有人行道, 路旁边是停车的地方。而且下雨的时候走路比较危险,在车里看不到走路的人。所以我觉得台中的交通很糟糕!可是那个时候我并不了解北京的情况。在北京红绿灯对行人,自行车,摩托车,汽车,公共汽车来说有一个跟德国不一样的意义。在北京的第一天我在红绿灯指绿的时候过马路,然后我发现这个办法可能在德国很合适,在北京却太危险。第二天我跟大家一起走,红绿灯绿的或是红的,没关系。早上从七点到九点和晚上从五点到七点你最好不坐地铁,坐公共汽车等,因为乘客那么多,大家都不很客气。

最后要说的是文化的问题。我不太了解大陆或台湾的文化,有很多事情我听不懂。比如台湾人对旅行的想法跟我真的不一样。如果我告诉他们这个周末我去了台南,这是台湾文化的首都,他们会问我你吃了什么?在台湾,既然每个小村子都有特别的菜,那么旅行的目的就是吃新的东西。我觉得在大陆不一样,吃饭比德国重要,可是不那么重要。

总结:我觉得大陆跟台湾的文化差不多,两岸都觉得家庭,教育,工作很重要。他们的农历一样,节日也一样。口语的差别不很大,台湾人跟北京人比较容易沟通。

Tag 36, Beijing – Goodbye China

Am nächsten Morgen frühstücken wir das letzte Mal Biaotsi und suchen danach verzweifelt eine Buchhandlung auf der Suche nach DVDs auf. Doch auch hier werden wir nicht fündig. Das Sortiment ist ähnlich wie in Hongkong und es stellt sich wieder das Problem fehlender Untertitel. Wenigstens gibt es hier eine Postfiliale und so können wir sämtliche DVD-Cover per Post nach Deutschland verschiffen. Auf dem Weg zum Buchladen werden wir durch sintflutartige Regenfälle überrascht und müssen geschlagene 30 Minuten im Ubahn-Aufgang verbringen, während über uns die Welt untergeht.
Trotz des Unwetters bringt uns der Shuttle-Bus in time zum Flughafen und wir haben genügend Zeit unsere Koffer umzupacken – nicht zuletzt weil unser Flieger Verspätung hat… das nehmen wir zumindest aus unerklärlichen Gründen an. Wir lassen uns Zeit beim Duty Free Shopping. Dass unser Flug wohl doch keine Verspätung hat merken wir erst beim Final Call, als wir schon in letzter Minute zum Gate spurten….
Im Flugzeit haben wir dann genügend Zeit zum Verschnaufen, da wir noch auf verspätete Gäste warten müssen. Mit zwanzig minütiger Verspätung hebt die Maschine ab. Beijing verschwindet hinter uns im Nebel und unter den Wolken. Goodbye China.

Tag 35, Back in Beijing

Das ist sie wieder – die Leere. Gerade im Kontrast zu Hongkong wird sie in Beijing besonders deutlich. Jiangying’s Cousin – die gute Seele – holt uns wieder vom Flughafen ab und wir haben mit der ganzen Familie Dinner. Unsere letzte richtige, originale chinesische Mahlzeit hier. Für die Nacht quartieren wir uns beim zweiten Cousin ein – nicht ohne noch vorher seine DVD Sammlung zu durchstöbern. Ich bin zwar immer noch enttäuscht weder in China noch in Hongkong wirklich in DVD kaufen gekonnt zu haben, seine DVDs will ich aber trotzdem nicht mitnehmen. Ja er bietet mir das mit Nachdruck immer wieder an, aber das will ich wirklich nicht. Zumal sich unsere Geschmäcker nicht wirklich decken. Koreanischer und japanischer Kunstfilm ist halt nicht jedermanns Sache – also zumindest nicht die des Cousins. Sowohl Cousin, als auch Jiangying drängen mich doch dazu wenigstens ein paar DVDs auszuwählen und werfen mir auch schon mal ungefragt ein paar Filme vor die Füsse. Am Ende des Abends haben wir knapp 20 DVDs mehr im Gepäck.

Tag 9 – Goodbye Beijing

Heute heisst es Koffer packen und Abschied nehmen. Goodbye Beijing, welcome Shanghai. Was bleibt als Resuemee ueber die Hauptstadt Chinas zu sagen? Der erste Eindruck war auch der letzte:
Beijing ist gross und weit. Man faehrt selbst mit dem Bus elendig lang von einer Sehenswuerdigkeit zur Naechsten. Das U-Bahn Netz verdienst den Namen nicht, und deckt nur einen minimalen Teil der Stadt ab.
Der Effekt der Endlosigkeit dieser Stadt wird noch verstaerkt durch die breiten Strassen und die weiten Flaechen – Haueserschluchten sucht man hier vergebens udn die ebenerdige Topologie der Metropole spiegelt sich in der gesamten staedteplanerischen Gestaltung wider. Im Kontrast zu dieser (kommunistisch gepraegten) Pompoesitaet des Nichts stehen zum einen die geschichtstraechtigen touristischen Highlights (verbotene Stadt oder Summer Palace) oder aber die alten schmalen Gassen – die Hutongs. In ersteren wurde ich mir der Menschenmassen gewahr, die durch die Sehenswuerdigkeiten geschleust werden. In letzteren kan man das wahre Leben und die Probleme, mit denen ein Grossteil der Bevoelkerung konfrontiert ist, zumindest erahnen.

10 Dinge, die man in Beijing gemacht haben muss:

Top 10 – Zum Freuhstueck Baozi essen
Top 09 – Zum Mittagessen Jiaozi essen
Top 08 – Zum Abendessen original Peking Ente essen (quanjude)
Top 07 – Bus fahren
Top 06 – Zur Hauptverkehrszeit eine vielbefahrene Strasse ueberqueren
Top 05 – Tianamen Square und Mao anschauen
Top 04 – Einen Tag im Temple of Heaven Park verbringen
Top 03 – Am Morgen, am Mittag und am Abend durch die Hutongs schlendern
Top 02 – Auf der chinesischen Mauer spazieren gehen
Top 01 – Von jemandem, den ma liebt vom Flughafen abgeholt werden

Top 3 Charakteristika der Stadt:
– gross und weit
– leer (ausser in U-Bahn und Bus)
– geschichtstraechtig

Tag 8 – Beijing, Apotheke

Beim Schlendern ueber das Kuenstlerviertel spiele ich mit dem Gedanken mir einen eisernen Loewen, mit ring durch die Schnauze zuzulegen – macht sich bestimmt prima an der Wohnungstuere. Ansonsten gibt es hier in den Galerien teuflisch teure Kunst, oder – gleich im Shop daneben – die handgemalte Kopie fuer ein paar Cent. Da uns weder das eine, noch das andere besonders reizt beschliessen wir uns ins Hotel zurueckzuziehen. Jiangying ist von Herpes geplagt und in der ersten Apotheke versammeln sich gleich saemtliche anwesenden Apotheker um dieses Kursiosum zu begutachten. Lippenherpes – sowas haben sie noch nie gesehen. Nach kurzer Beratschlagung, gefolgt von ratlosem Achselzucken muessen wir ohne ein Heilmittel von dannen ziehen. Gluecklicherweise gibt es im Kuenstlerviertel eine “klassische” chinesische Apotheke, die uns eine Kreuterarznei verkauft. Das uebel riechende Zeug ist zu grossen, braunen ugeln gepresst, die sich in jeweils noch groesseren weissen Wachskugeln befinden. Aus diese grossen, braunen Klumpen lassen sich nun mit Leichtigkeit an die acht kleine Kuegelchen formen, die mit viel Wasser eingenommen werden koennen. Jiangyings Gesichtsausdruck nach zu urteilen muessen sie wirklich fuerchterlich schmecken – und zumindest kurzfristig stellt sich auch keine Besserung ein.
am Abend chauffiert uns Jinagyings Cousin durch das naechtliche Beijing, was uns zwar einen weiteren Eindrucl der Metropole beschert, aber leider nicht zu brauchbaren Night Shots fuehrt. – Das ist bei Dunkelheit aus einem fahrenden Auto heraus einfach zu schwierig.

Tag 7 – Beijing, Familie Teil 1

Den Morgen verbringen wir damit in der unmittelbaren Umgebung zu shoppen und in unserer Unterkunft Pool Billard zu spielen – Im Innenhof des Red Lantern House steht naemlich, direkt unter den Blaettern eines alten Baums, ein mindest ebenso alter Pool Tisch.
Am Nachmittag faehrt uns Jiangyings Cousin zur Marco Polo Bridge, bevor wir anschliessend einen Kurzaufenthalt in seiner Wohnung geniesen. Und auch hier zeigt sich wieder: Grosse (oder besser noch Anzahl der) Wohnung und ein grosses Auto sind Status Symbol Nummer 1 in China und Ausdruck von Wohlstand. Wir sitzen also in dieser durchaus geraeumigen Wohnung bei einer Tasse Tee und Apfelscheiben, als seine 2 jaehrige Tochter frohen Mutes und Nichtsahnend ins Zimmer stolpert. (more…)